01.07.2019

Edith-Stein-Symposium

Edith-Stein-Fachklinik Bad Bergzabern

Segnung der Edith-Stein-Büste und des neuen Holzkreuzes

Bad Bergzabern. Imposant ziert die realistische Büste aus Bronze von Edith Stein, die sie in ihren Jahren als Philosophiestudentin zeigt, den Eingangsbereich der Edith-Stein-Fachklinik Bad Bergzabern. Der südpfälzische Künstler und Bildhauer Franz Leschinger hat das Kunstwerk geschaffen. Auf Mitinitiative von Schwester Dr. h. c. M. Basina Kloos hat die Büste vor der Edith-Stein-Fachklinik ihren Platz gefunden.

Mit einem feierlichen Pontifikalamt in der St. Martinskirche mit dem Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Pfarrer Bernd Höckelsberger wurde das Edith-Stein-Symposium in Kooperation mit der Stadt Bad Bergzabern sowie der Kirchengemeinde Heilige Edith Stein im Mai eröffnet. Der Klinikchor und Mitarbeitende der Fachklinik gestalteten den Gottesdienst durch eigene Vorträge und Fürbitten.

Anschließend wurde die Büste im Beisein des Künstlers Franz Leschinger feierlich von Stadtbürgermeister Dr. Ludwig und Bischof Dr. Wiesemann enthüllt. Die Edith-Stein-Büste sowie das neue Kreuz, das Patienten und Besucher im Eingang der Fachklinik empfangen soll, wurden von Bischof Dr. Wiesemann und Pfarrer Höckelsberger gesegnet.

Dr. Rüdiger Fuchs, Vorsitzender der Hildegard-Stiftung, eröffnete das Symposium, das unter der Überschrift: „Die Deutung der Gedanken und Aussagen von Edith Stein in unserer heutigen Zeit“ stand. Er hob hervor, dass die heilige Edith Stein als Patronin der Fachklinik mit ihrer sozialen Ausrichtung auch im „Jetzt und Hier“ sehr gut in die Prozesse hineinpasse. Auch informierte er darüber, dass die Hildegard-Stiftung mit der Einführung eines Corporate Social Responsibility-Konzeptes (CSR) für ctt und ctt Reha unternehmerische Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, einzelnen Teilgruppen sowie Natur und Umwelt übernehmen möchte und dass das Symposium in Bad Bergzabern die Auftaktveranstaltung dieser Einführung für die ctt Reha-Fachkliniken GmbH darstelle.

Annette Schavan, ehemalige deutsche Botschafterin am Heiligen Stuhl in Rom zog die Zuhörer mit ihrer Interpretation der Heiligen in ihren Bann. Sie beschrieb Edith Stein als große Philosophin ihrer Zeit, als Intellektuelle und Heilige, aber auch als frühe Kämpferin für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Professor für Geschichte der Philosophie und philosophischen Ethik an der Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar referierte unter anderem über das spirituelle Leben der heiligen Edith Stein, ihrer Suche nach Wahrheit und Freiheit.

Mitarbeitende der Fachklinik, Chefarzt Dr. Thorsten Fischer, Neuropsychologin Hannah Cuvenhaus, Verwaltungsmitarbeiterin Silke Knoll, Ergotherapeutin Christina Münster sowie Pflegefachkraft Elena Goppe, trugen anschließend persönliche Gedanken aus der Perspektive der verschiedenen Berufsgruppen zu ausgewählten Sätzen aus dem Klinikleitbild vor und verdeutlichten damit, dass immer das Wohl des Patienten an erster Stelle steht. Für die musikalische Umrahmung während des Symposiums sorgten Emely und Cedric Wegst – ebenfalls Mitarbeitende – an Saxophon und Trompete.

Zum Abschluss bedankte sich der Kaufmännische Direktor Heiko Nebert bei allen Akteuren und lud zu einem anschließenden Stehempfang ein.

Text und Foto: Margit Treitz